Schnittplan für Baum - und Strauchschnitt

Nur wer nicht schneidet macht es falsch!!!

Kernobst Ende Februar bis Mitte April schneiden, Sommerschnitt und Verjüngungsschnitt im August

Steinobst wird zur oder kurz nach der Ernte geschnitten, nur Pfirsich wird zur Blüte geschnitten

Weinreben werden an frostfreien Tagen Ende Jänner bis Mitte Februar geschnitten, bei zu spätem Schnitt bluten die Reben

Beerensträucher: Ribisl, Josta und Stachelbeere zur Ernte schneiden, Himbeeren: einjährige im Spätherbst bodennah abschneiden, zweijährige Ruten nach der Ernte bodennah abschneiden

Ziersträucher:

  • Schnitt vor der Blüte im zeitigen Frühjahr bei Fünffingerstrauch, Lavendel, Schönfrucht, Schmetterlingsstrauch, Weigele, Hibiskus, Hartriegel, Strauch- Rispenhortensie, sommerblühende Clematis und Erika
  • Schnitt nach der Blüte bei Forsythie, Hängekätzchen, Korkenzieherhasel, Mandelbäumchen, Ranunkelstrauch, Spiere

Stauden: Verblühtes immer abschneiden, so ist die Blühfreudigkeit größer und es gibt keine unliebsame Aussamung. Im Frühjahr alles bodennah abschneiden

Rosen schneidet man im Frühjahr kräftig zurück wenn die Forsythie blüht, im Sommer Verblühtes abschneiden (vor einem fertigen Blatt = 5 Blätter) außer man will Hagebutten, im Herbst nur lange Triebe einkürzen

Kompost ist ein wertvoller Rohstoff und ein Beitrag zum Natur- und Pflanzenschutz. Kompostieren ist das Rückführen organischer Abfälle aus Haus und Garten, die in den natürlichen Kreislauf durch unzählige Klein- und Kleinstlebewesen in hochwertige Humuserde verarbeitet wird. Die Kompostierung lässt die biogenen Garten- und Küchenabfälle im Naturkreislauf und leistet damit natürlichen Bodenschutz und enthält auch jene Nährstoffe die Pflanzen brauchen. Kompost ist ein hochwertiger Dünger, der die krümelige Bodenstruktur aufbauen und schützen hilft. Guter Kompost schützt auch vor Pflanzenkrankheiten.

Der Komposter soll im Halbschatten stehen und auch richtig befüllt werden:

  • wichtig ist der Kontakt zum gewachsenen Boden
  • keine Staunässe
  • die Haufenhöhe sollte nicht über 1,50 m sein
  • Zur Bearbeitung und Zersetzung braucht es Lebewesen: Der Boden soll aufgelockert sein damit Regenwürmer und andere nützliche Kleintiere den Kompost von unten erreichen können.
  • Darauf kommt eine Schicht sperrige Äste und Staudenabfälle damit eine Belüftung stattfindet, danach die verschiedenen zerkleinerten Materialien. Zwischendurch immer wieder mit einer Schicht Erde abdecken.
  • Hornspäne und Steinmehl darauf streuen verringert den Nährstoffverlust und verhindert unangenehme Gerüche.
  • Grasschnitt nur übertrocknet darauf geben.

 

Kompostieren

  • ist ein Beitrag zum aktiven Umweltschutz
  • verursacht relativ geringen Arbeitsaufwand
  • bedeutet weniger organischer Müll und somit weniger Container
  • hilft industriell hergestelltem Dünger einzusparen
  • fördert Kleinstlebewesen und Nützlingen im Garten

 

Das gehört nicht in den Kompost:

  • Kranke, von Schädling befallene Pflanzen
  • Essensreste gekocht und Knochen
  • Steine
  • Plastik
  • Glas
  • glänzende Zeitungen
  • Metall
  • Kohlenasche
  • Schädlinge

Wie und wann schneidet man richtig? Die Landesfachgruppe des Kleingärtnerverbands Oberösterreich hat das Wichtigste leicht verständlich und kompakt zusammengefasst:

Download pdf "Richtig schneiden"

  • Auf den gewachsenen Boden kommen grobe Äste und Zweige
  • Darauf abwechselnd Grasschnitt, Laub, Strauchschnitt zerkleinert, Küchenabfälle, ab und zu Steinmehl darüber streuen
  • Zwischendurch eine Erdschicht
  • 1 x jährlich umschaufeln

 

Wir befinden uns in der ruhigsten Jahreszeit für Gärtner. Folgende Tätigkeiten sind zu verrichten:

  • Vögel füttern
  • bei starkem Schneefall Gehölze abschütteln
  • Planungen für das nächste Jahr machen
  • immergrüne Pflanzen bei frostfreien Wetter gießen - viele erfrieren nicht sondern verdursten.